Detaillierter chronologischer Überblick

Die faszinierende Geschichte der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt in Imst

Im aktuellen Schuljahr 2017/18 besuchen 165 Schüler/innen (7 Klassen) die FSL, 124 Schüler/innen (5 Klassen) die FSBHM und 49 Schüler/innen (Facharbeiter und Meisterstufe) die FSE.

2016/17
In diesem Schuljahr wurden starke Akzente in Sachen Regionalität gesetzt. An zwei Veranstaltungstagen präsentierte die Schulgemeinschaft ihre Initiativen zur Produktion und Vermarktung regionaler Lebensmittel und kooperierte eng mit bäuerlichen Vermarktern sowie gewerblichen Verarbeitungsbetrieben.

2016
Am 20. September 2016 wird die neu konzipierte bäuerliche Gerätesammlung – nunmehr angesiedelt in den Räumlichkeiten des Eduard-Wallnöfer-Hauses – feierlich eröffnet.

2015
Ein neuer Schulfilm ist fertig gestellt. Beide dreijährigen Fachschulen können mit diesem Medium optimal präsentiert werden.

2014
Das Luise-Wallnöfer-Haus wird zum Schülerinnenwohnheim umgebaut.

2013
Beginn einer mehrjährigen Kooperation mit der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Zams (Ausbildung zur "Vollzeitpflegehilfe" an der LLA Imst).

2012/13
Das Betriebsgebäude wird zur Nutzung für Unterrichtszwecke der Fachschule für ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement (FSBHM) umgebaut. Im Erdgeschoss sind der Hofladen und ein Übungscafé untergebracht. Zur Eröffnung findet eine Sonderausstellung des Imster Künstlers Elmar Kopp statt. Neue Bezeichnung: Eduard-Wallnöfer-Haus.

2011/12
Rekordschülerzahl! In 8 FSL-Klassen und 6 FSH-Klassen werden insgesamt 386 SchülerInnen unterrichtet. Dazu kommt eine Klasse der Erwachsenenschule mit 26 SchülerInnen. Nach der Genehmigung durch die Landesregierung beginnt im Sommer 2012 der Umbau des ehemaligen Betriebsgebäudes (Eduard-Wallnöfer-Haus) zur Unterbringung von Schulklassen, Büroräumen, einem betriebswirtschaftlichen Zentrum und einem Übungsbereich für den Schwerpunkt Tourismus.

2010/11
In zwei Schritten wird die Generalsanierung des Stiegenhauses und des Speisesaales im Hauptgebäude vorgenommen. Die über mehrere Jahre laufende Ausstattung des Gesamtareals mit Brandmelde- und Brandschutzeinrichtungen wurde abgeschlossen.

2009/2010
90 Jahre LLA Imst - In einer Festveranstaltung im neuen Seminarraum der FSH wird das Bestandsjubiläum gebührend gefeiert. Anschließend werden die beiden neuen Seminarräume in der FSH und der FSL sowie die neuen Räumlichkeiten für die Obstverarbeitung gesegnet.

2008/2009
Im Rahmen des baulichen Entwicklungskonzeptes werden mehrere Umbauvorhaben begonnen. Die ehemaligen Werkstätten werden in Zukunft die Lehrwerkstätte Obstbau/Obstverarbeitung beherbergen, im Hauptgebäude geht man daran Seminarräumlichkeiten zu errichten und in der Hauswirtschaft werden Räumlichkeiten für den praktischen Unterricht geschaffen. Ein weiteres bauliches Programm betrifft ein Maßnahmenpaket  für den Brandschutz.

27.04.2007 
Die neu errichteten Lehrwerkstätten werden in Beisein des Landeshauptmannes DDr. Herwig van Staa eingeweiht.

2006/2007 
In der Lehrwerkstätte Gartenbau wurde ein neuer Folientunnel errichtet und das Projekt Biokräuteranbau ins Leben gerufen. Die Weberei hat ihr Fortbildungsprogramm erheblich ausgeweitet und präsentierte ihre Werkstücke mittels Ausstellungen und Präsentationen. Im Rahmen des Gen Save- Projektes wurden an der LLA  Imst 70 alte Apfel- und Birnensorten angepflanzt. Diakon Bruno Tangl, Religionslehrer und Heimleiter sowie Obstbaumeister Hermann Kiechl treten in den Ruhestand.

2005/2006 
Der neue Lehrplan für die Fachschule Landwirtschaft tritt in Kraft. Die Abschlussprüfungen werden neu konzipiert (Klausur, praktische Prüfung, mündliche Prüfung mit Projektpräsentation) und vorerst als Schulversuch geführt. Die Bauarbeiten zur Errichtung der neuen Lehrwerkstätten (Holz,- Metall- und Landtechnik) werden aufgenommen. Im Rahmen einer betrieblichen Umstrukturierung kommt es zur Auflassung des Gartenbaubetriebes; das Blumengeschäft wird weiter geführt.

2004/2005 
Von der Tiroler Landesregierung wird das bauliche Entwicklungskonzept für die LLA Imst genehmigt. Die Umsetzung soll schrittweise bis zum Jahr 2009 erfolgen. Der neue Lehrplan für die landwirtschaftliche Fachschule ist fertiggestellt. Zu den wesentlichen Änderungen zählen die Ausweitung der Unterrichtsgegenstände Englisch und EDV, die Intensivierung und Spezialisierung im praktischen Unterricht sowie die Einführung von Blockunterricht und agrarischen Seminaren.

2003/2004 
Die Anrechnung der schulischen Ausbildung (Absolventinnen des Tourismusschwerpunktes an der Fachschule für ländliche Hauswirtschaft) als vollständiger Lehrzeitersatz für den Lehrberuf Hotel- und Gastgewerbeassistent wird anerkannt. Die Schüler des zweiten Jahrgangs der landwirtschaftlichen Schule errichten unter Mithilfe der Lehrer und betrieblicher Mitarbeiter die Baulichkeiten für den neuen Tierhaltungszweig Grauvieh-Freilandmutterkuhhaltung.

2002/2003 
Die Fachschule für Landwirtschaft beteiligt sich mit einem filmischen Beitrag (Dokumentation der Praxisbetriebe) an den Festwochen des Alpenraumes in Telfs. Am landwirtschaftlichen Lehrbetrieb wird ein moderner Schafstall errichtet. In der Weberei erfolgt mit WM Annegret Schwegler eine Neubesetzung.

2001/2002 
Im Rahmen des Projektes „Schule mit Zukunft“ haben die Schulpartner an der LLA Imst über ein Jahr an der Erstellung eines Leitbildes gearbeitet. Nach einer Reihe von Beratungen, Sitzungen und Workshops wurde die Endfassung formuliert und der Öffentlichkeit präsentiert. Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten wird das alle Bereiche der Schule betreffende Projekt „Hofladen“ gestartet. Erstmals wird mit einer Partnerschule aus der Schweiz (Pfäffikon) ein projektorientiertes Austauschprogramm abgewickelt.

2000/2001 
Vorstellung des Leitbildes der LLA  Imst. Beide Fachsrichtungen eroberten beim Projekt „Schule mit Zukunft“ den Titel eines Landessiegers.

30.04.2001
Die Fachschule für ländliche Hauswirtschaft konnte ihr zehnjähriges Bestehen feiern.

1999/2000 

Der neue Lehrplan für die Hauswirtschaft ist in Kraft getreten; nach ergänzenden Beschlüssen durch den SGA konnte er im abgelaufenen Schuljahr erstmals umgesetzt werden; die neuen schulautonomen Möglichkeiten erlauben eine optimale Ausrichtung auf den Schulstandort.
Die LLA Imst kann nun mit einer eigenen Homepage aufwarten. Dank unseres EDV-Spezialisten, FL Frischmann, konnte dieses ehrgeizige Vorhaben in die Tat umgesetzt werden.
Die Milchverarbeitung übersiedelt in neue Räumlichkeiten, die nach modernsten Gesichtspunkten eingerichtet wurden.
Ein Teil, der bisher von der Samenprüfanstalt in Rinn betreuten Agenden wird an die LLA Imst übersiedelt. 

Frau Christina Röck wird zum Fachvorstand für die Hauswirtschaft bestellt

21.01.1999 
Im Beisein von LR Ferdinand Eberle wird der umgebaute Rinderstall eingeweiht.

1998/1999 
Der Schulversuch AGRAR HAK startet mit 24 Schüler/innen. Der Bundessieg beim Ökologisierungswettbewerb ist eine hohe Auszeichnung für Schüler/innen und Lehrpersonen an der LLA.

1997/1998 
Der Schulversuch AGRARHAK wird von der LR genehmigt. Beide Fachrichtungen beteiligen sich mit mehreren Projekten am Programm zur „Ökologisierung von Schulen“. Eine transportable Photovoltaikanlage wird im Rahmen des praktischen Unterrichts gebaut.

1996/1997 
Bei der ersten Tiroler Honigprämierung lieferte das Labor der Imkerschule die Untersuchungsergebnisse als Entscheidungsgrundlage für die Juroren. Der schuleigene Honig wurde mit Gold ausgezeichnet. Das mehrjährige Schulprojekt „Alternative Energien“ wurde mit dem Bau eines transportablen Solarkollektors gestartet.

1995/1996 
Das Ausbildungsangebot wird durch die Möglichkeit zur Ablegung der Schilehreranwärterprüfung erweitert. Am Lehrbetrieb wird der neue Schlachtraum in Betrieb genommen. Die Edelbrände der LLA Imst heimsen bei der Destillata Gold- und Silbermedaillen ein.

1994/1995 
Einrichtung einer Honiguntersuchungsstelle an der Imkerschule.

30. Juni 1994 
75-jähriges Bestandsjubiläum der LLA Imst.
19. November 1919 begann die Landw. Landeslehranstalt mit einer Klasse mit 31 Schülern ihre Bildungsarbeit für das Tiroler Oberland und das Außerfern. Im Schuljahr 1993/94 wurden in 14 Klassen der Fachschule und Haushaltungsschule 305 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Dazu kommen noch 100 Schüler, welche im Landesschülerheim untergebracht sind.190 Schulveranstaltungen, d.s. Kurse, Vorträge, Seminare, Exkursionen, runden das vielseitige Bildungsangebot der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Imst im Berichtsjahr 1993/94 ab.

26. Juni 1992
Am Ende dieses Schuljahres machen 14 Schülerinnen des 3. Jahrganges die Facharbeiterprüfung. Sie sind nun berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung "Facharbeiterin der ländlichen Hauswirtschaft". Diese Ausbildung ist eine gute Basis für die Zweitberufsausbildung und den Einstieg in die verschiedenen Sozialberufe.

9. September 1991
In der Haushaltungsschule Imst wird ein Schulversuch gestartet: Neben dem ersten und dem zweiten Jahrgang wird noch ein dritter der Fachrichtung "ländliche Hauswirtschaft" eröffnet.

15. April 1989
Das umgebaute ehemalige Löwengasthaus, in welchem sich ursprünglich die erste Haushaltungsschule befand und später Dienstwohnungen waren, wurde abermals gründlich umgebaut. In einer großen Schulfeier im Beisein von Landeshauptmann Dr. Alois Partl erhält das Gebäude durch Bischof Dr. Reinhold Stecher seine Weihe. Am 15. März 1989 stirbt der sehr verehrte Landeshauptmann ÖR Eduard Wallnöfer. Er und seine Frau zählten zu den treuesten Absolventen der Schule. Als ein Zeichen der Dankbarkeit erhält der zentrale Platz der Schule, der ehemalige Postplatz, den Namen "Eduard-Wallnöfer-Platz", und die neue Haushaltungsschule wird Luise-Wallnöfer-Haus benannt.

8. September 1986
Mit diesem Tag beginnt das Schuljahr 1986/87. Für die Haushaltungsschule Landeck-Perjen ist es ein besonderer Tag. Die "Landeshaushaltungsschule Landeck/Perjen" wird als selbständige Schule geführt. Der Direktor Dipl.-Ing. August Gamper von der Lehranstalt Imst übergibt die Leitungsgeschäfte an die von der Tiroler Landesregierung beauftragte Leiterin FOL Johanna SENN. Sie nimmt damit mit ihrem Team von Lehrerinnen die Verantwortung für die Schülerinnen, welche in zwei Klassen unterrichtet werden.

März 1980
Wegen der steigenden Schülerzahl an der Fachschule beginnt das Land Tirol, für die internatsmäßige Unterbringung das Dachgeschoss der Fachschule auszubauen. Die Schüler wohnen ab Herbst in schönen Drei- und Vierbettzimmern. Die "romantischen" Schlafsäle gehören der Vergangenheit an.

3. Oktober 1977
Wegen baulicher Verzögerungen beginnt das Schuljahr für die Mädchen der Haushaltungsschule verspätet. Da das Interesse der Mädchen an einer hauswirtschaftlichen Ausbildung immer größer wurde, entschloss sich die Tiroler Landesregierung zu einem Zubau an die bestehende Haushaltungsschule. Der Zubau ist nun fertig. 69 Mädchen können in diesem Schuljahr an der Haushaltungsschule unterrichtet werden.

19. November 1974
Mit etwas Verspätung wird im Schuljahr 1974/75 das Landesschülerheim, ein Neubau mit 120 Betten in fünf Stockwerken seiner Bestimmung übergeben. In diesem Gebäude sind vorwiegend Schüler internatsmäßig untergebracht, welche in Imst die Höhere Technische Lehranstalt (HTL), die Handelsakademie oder das Bundesrealgymnasium besuchen. Heute sind das 4. und 5. Stockwerk für die landwirtschaftlichen Fachschüler reserviert, da die Schlafstellen in der Fachschule für die erfreulich große Schülerzahl zu wenig sind.

14. Oktober 1974
Mit diesem Tag geht ein lang ersehnter Wunsch der bäuerlichen Bevölkerung des Bezirkes Landeck , auch im eigenen Bezirk eine Haushaltungsschule zu haben, in Erfüllung. Die Tiroler Landesregierung entschloss sich zu einem Schulneubau nach den Plänen der Architekten Hanak und Fessler in Landeck-Perjen. 36 Schülerinnen beziehen nun ihr neues Heim für 10 Monate. Vorerst wird die Schule als Expositur der Landw. Landeslehranstalt Imst geführt.

10. September 1973
Als erste Landwirtschaftsschule Tirols erhält Imst einen Schulversuch zugesprochen: Im Schuljahr 1973/74 wird die erste Klasse der dreijährigen Fachschule als neuer Schultyp eingeführt. Dieser erste Jahrgang der dreijährigen Fachschule ersetzt das allgemeine neunte Pflichtschuljahr. Dieses neue, in Imst begonnene landwirtschaftliche Schulmodell hat sich später an allen Tiroler Landwirtschaftsschulen bestens bewährt.

1. Mai 1962
Die Imkerschule übersiedelt in das neue Gebäude. Damit ist die Landeslehranstalt Imst zentrale Bildungsstätte für die Imker Westösterreichs.

19. November 1952
Dem tatkräftigen Einsatz des Absolventen und Landesrates Eduard Wallnöfer ist es zu danken, dass die neue Haushaltungsschule eingeweiht werden kann. In modern ausgestatteten Lehrräumen können die Mädchen eine berufs- und lebensorientierte Ausbildung erfahren. Der bisher mitten in der Stadt gelegene Gutsbetrieb wird in das neu erbaute Wirtschafts- und Wohngebäude in Brennbichl umgesiedelt. Nach dem 2. Weltkrieg wächst die Bautätigkeit der Lehranstalt über ihren eigenen schulischen Bereich weit hinaus. Auf dem Areal der Lehranstalt entstehen die Handelsschule, die Handelsakademie, später noch die Höhere Technische Bundeslehranstalt. Wertvolle Gründe der Lehranstalt werden somit zur Grundlage für die Entwicklung der Stadt Imst zu einer Schulstadt und somit ein wichtiger Beitrag für die wirtschaftliche Entwicklung des Tiroler Oberlandes.

9. Oktober 1949
Eduard Wallnöfer, Absolvent der Fachschule (Jahrgang 1931/32 und 1932/33), wird bei den Landtagswahlen Abgeordneter des Tiroler Landtages und von diesem als Landesrat für Landwirtschaft in die Tiroler Landesregierung bestellt. Am 13.7.1963 wird er vom Tiroler Landtag zum Landeshauptmann gewählt. 24 Jahre (bis 12.3.1987) war er der mit dem Volk tief verbundene Tiroler Landeshauptmann. Die Bildung der ländlichen Bevölkerung, insbesondere der bäuerlichen Jugend, war ihm stets ein großes Anliegen.

4. November 1946
"Das Unmögliche wird wahr!", heißt es im Katalog. Mit 78 Schülern beginnt die Fachschule nach dem furchtbaren 2. Weltkrieg die Unterrichtstätigkeit. Der Sonntag nach der ersten Schulwoche ist ein stolzer Tag für die Landeslehranstalt: Bischof Dr. Paulus Rusch weiht die neu gestaltete Schulkapelle. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1938 wurde die Kapelle geräumt und die Einrichtung verkauft. Die Kapelle wurde zur Rumpelkammer. 1947 schuf Prof. Andre zwei markante Fresken mit Darstellung des hl. Josef und der Muttergottes. Eine besondere künstlerische Bereicherung erfuhr die Kapelle mit dem Einbau von Glasmalereifenstern im Jahre 1978. Prof. Elmar Kopp schuf darin einen Kreuzweg in ungeheurer Dynamik und in einer festlichen Farbigkeit. Absolventen der Schule, Lehrer und Bedienstete haben durch ihre finanzielle Spende dies ermöglicht, ein Zeichen der Zusammengehörigkeit in der großen Familie der Lehranstalt.

5. November 1945
Für den Unterricht der Haushaltungsschule mietet das Land Tirol den Gasthof Linserhof oberhalb von Imst. An diesem Tag gehen die Mädchen zu Fuß vom Imster Bahnhof zum Linserhof, zu ihrer Haushaltungsschule. Der Schulkatalog weist 47 Schülerinnen in nur einer Klasse auf.

3. Mai 1945
FL Ing. Franz Sieberer wird von der Landesregierung zum neuen Direktor der Schule bestellt. Ein engagiertes Team von Lehrkräften bemüht sich um den Wiederbeginn der Unterrichtstätigkeit an der Schule.

1943 - 1945
Infolge des 2. Weltkrieges nahm der Schulbesuch merklich ab. Es wurden aber gut besuchte Speziallehrgänge für Kriegsversehrte abgehalten. Die Unterrichtstätigkeit an der Fachschule wurde mit April 1945 eingestellt. Als letzter Kriegsversehrtenkurs scheint in den Katalogen der vom 26. März bis 28. April 1945 auf. Die Schule wurde Quartier und Lazarett, vorerst für die Wehrmachtsoldaten und dann für die Besatzungsmächte.

1. Dezember 1930
Cons. Anton Wötzer wird von der Tiroler Landesregierung zum Kaplan und Präfekten für die Landeslehranstalt bestellt. Mit Unterbrechung in der NS-Zeit von 1938 - 1945 wirkte er segensreich bis 31.8.1971 an der Schule.

1. Jänner 1929
Feierliche Einweihung des Zubaues zur alten Bauhandwerkerschule durch Bischof Dr. Sigismund Waitz. In diesem Neubau finden Küche, Speisesaal, Schlafsäle und die Hauskapelle Platz. Außerdem werden in diesem Gebäude die Webschule und die Lehrmolkerei untergebracht.

1926/27
In diesem Schuljahr wird die erste Klasse der Landesgastwirteschule im angekauften Postanwesen geführt. Dazu mussten natürlich große Umbauarbeiten im Gasthof getätigt werden und für das im Gasthof Post befindliche Postamt ein neues Postamtsgebäude errichtet werden. Die Leitung dieser Schule oblag dem jeweiligen Direktor der Lehranstalt. Nur in der Zeit von 1932 bis 1935 wurde der Kaplan Anton Wötzer zum provisorischen Leiter der Gastwirteschule bestellt. Im Jahre 1937 scheint in der Chronik Heinz Grissemann, ein Absolvent der Gastwirteschule, als Pächter auf. Dieser kaufte 1943 das "Hotel Post". 

15.2. - 15.4.1924
In dieser Zeit findet der erste Webkurs statt. Durch die Initiative von LR Gebhart wurde die Webschule gegründet. Mit dem Handweben sollte die bäuerliche Bevölkerung in diesem Gebiet einen Nebenerwerb erhalten. In den fünfziger Jahren ergaben sich bessere Nebenverdienstquellen, und die Zahl der Webschüler nahm ab. Aus der Webschule wurde eine Webstube für die Absolventinnen und an diesem Kunsthandwerk interessierten Leute aus der Bevölkerung.

November 1921
Das Land Tirol, vertreten durch den Landeshauptmann Dr. Stumpf und Landesrat Gebhart, kauft das neben dem Gasthof Post stehende Gasthaus Zum Löwen "für die Errichtung einer Haushaltungsschule".

Herbst 1921
Nach großen Umbauarbeiten wird der erste Hauswirtschaftskurs mit 18 Schülerinnen eröffnet. LR Gebhart dachte schon damals an die große Bedeutung und wichtige Einnahmequelle des Fremdenverkehrs im Tiroler Oberland und Außerfern. Diese Schule sollte eine wesentliche Grundlage dafür sein. Das Land Tirol eröffnet in Imst eine Imkerschule. Damit sollte die durch den 1. Weltkrieg heruntergekommene Bienenzucht aufgebaut und für die Bauern ein Nebeneinkommen geschaffen werden. Als erster Leiter wurde FL Franz Kugler bestellt.

27. November 1920
Die Tiroler Landesregierung, vertreten durch den Landeshauptmann Schraffl und Landesrat Gebhart, kauft vom Tiroler Landeskulturrat, vertreten durch den Präsidenten Josef Siegele, das Post-Gastwirtschaftsanwesen mit landwirtschaftlichen Kulturgründen und Wirtschaftsgebäuden zum "Zwecke der Ausgestaltung der in Imst bestehenden landwirtschaftlichen Landeslehranstalt, also zum Zwecke der Erfüllung eines vom Land Tirol übernommenen öffentlichen Unterrichts."

19. November 1919
Im Gebäude der aufgelassenen Bauhandwerkerschule wird die 1. Klasse der Landwirtschaftsschule mit 31 Schülern eröffnet. Erster Jahrgang 1919/20. Die ehemalige Bauhandwerkerschule war das erste Schulgebäude der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Imst.

10. August 1918
Landeskulturratspräsident Josef Siegele kauft den Gasthof Post samt dem landwirtschaftlichen Betrieb zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Schule.

Juli 1918
Andreas Gebhart von Stams-Thannrain wird Mitglied der Tiroler Landesregierung. Als Landesrat für Landwirtschaft setzt er sich gemeinsam mit dem Präsidenten des Landeskulturrates für die geplante Landwirtschaftsschule ein.

Juli 1914
Der Tiroler Landtag beschließt, eine solche Schule in Imst zu errichten. Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges am 1. August 1914 kam es nicht dazu.

Februar 1910
Der Reichstagsabgeordnete Josef Siegele aus Arzl im Pitztal stellt im Tiroler Landtag den Antrag, im Tiroler Oberland eine landwirtschaftliche Schule einzurichten bzw. zu bauen. 

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